Chronik der Abteilung - esv-plattling.com

Sie sind hier: Startseite » Chronik der Abteilung

Abteilungsgeschichte:


1959
Am 26.12. fand im Clubheim der Spvgg Plattling die Herbstversammlung statt. Die wichtigsten Beschlußpunkte waren die Änderung des Vereinsnamen in "Eisenbahner-Sportverein" (ESV) und die Gründung einer Abteilung "Rasentennis". Erster Abteilungsleiter wurde Hermann Krümpel.


1960
Der Eisschießplatz an der Werkstraße wurde im Frühjahr zu einem Tennisplatz umgebaut. Somit war eine ganzjährige Nutzung gesichert. Im November wurden die bisherigen drei gewöhnlichen Lampen der Flutlichtanlage gegen 16 Natrium-Dampflampen mit insgesamt 17 920 Watt ausgetauscht. Die Leuchtkraft dieser neuen Flutlichtanlage reichte sogar für die Tennisspieler, die damit in den  Sommermonaten auch noch nach Einbruch der Dunkelheit trainieren konnten.


1972
In der Generalversammlung am 30.07. beschloß die neue Vorstandschaft mit Hermann Rappel an der Spitze den Bau einer vereinseigenen Tennisanlage am Amesmeierweg zwischen den beiden Bahnlinien Plattling-Landshut und Plattling-Regensburg. Die neue Tennisanlage sollte drei Spielplätze erhalten.


1973
Im Juni begann der Neubau des Tennisheimes. Zahlreiche Mitglieder hatten sich freiwillig zur Verfügung gestellt. Allen Beteiligten fiel die Arbeit bei den herrschenden, hochsommerlichen Temperaturen nicht leicht.


1974
Der 22.Mai geht als ein denkwürdiger Tag in die Chronik des Vereins ein. In Anwesenheit des Präsidenten der BB-Direktion Regensburg, Dipl.-Ing. Mark, Bürgermeister Krümpel, Sportreferent Summer von der BD Regens-
burg, BA-Vorstand Adalbert Pennekamp, Stadtpfarrer Dekan Heinrich Kaiser
und vieler weiterer Ehrengäste wurde die neue Tennisanlage mit Clubheim eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. 2. ESV-Vorsitzender Robert Negele bezeichnete dies als einen Meilenstein in der Geschichte des ESV Plattling.


1975
Die Tennisanlage war kaum ein Jahr alt und schon wieder zu klein. Bedingt durch den großen Mitgliederzuwachs aus "alten Fußballern" und Tischtennisspielern mußte die Anlage auf 5 Plätze erweitert werden.


1976
Bei der Generalversammlung wurde eine neue Vorstandschaft gewählt. Der bisherige 1. Vorsitzende Adalbert Pennekamp kandidierte aus beruflichen Gründen nicht mehr und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Neuer Vereinschef wurde Manfred Reichenthaler. Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt 304 Mitglieder !


1977
Das Vereinsheim bekam mit einem Geräteschuppen einen Anbau. Desweiteren wurden die Umkleideräume erweitert und mit dem Ausbau der Parkplätze an der Tennisanlage begonnen.


Anläßlich des 20-jährigen Bestehens des ESV wurden am 09.12. in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Zur Eisenbahn" insgesamt 24 Mitglieder mit der goldenen und silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. 1. Bürgermeister Hans Krümpel wurde zum Ehrenmitglied ernannt.


1978
Um den Gemeinschaftssinn und die Geselligkeit innerhalb der Tennisabteilung zu erhöhen, wurde am Geräteschuppen eine Grillecke angebaut. Die sportlichen Erfolge konnten sich sehen lassen! Die Mannschaft Damen I stieg in die Bezirksliga - höchste niederbayerische Klasse - auf. Am Wettspielbetrieb beteiligten sich 4 Herren- und 3 Damenmannschaften.


1979
Das Vereinsheim erhielt eine neue Zentralheizung, deren Kosten den Jahresetat der Tennisabteilung voll erschöpften.


1980
Nach drei Jahren Zugehörigkeit zur Bezirksklasse hatte es die 1. Herrenmannschaft endlich geschafft. Im  Entscheidungsspiel am 20. April in Wallersdorf gewann die Mannschaft mit 5:4 gegen den TSV Bogen und stieg in die Bezirksliga II auf.


Die Experten prophezeihten der Mannschaft in dieser Klasse einen schweren Gang. Die kühnsten Spekulationen wurden jedoch noch weit übertroffen, als man am Saisonende auf Platz 1 der Tabelle zu finden war. Dies bedeutete zweimaligen Aufstieg im gleichen Jahr und in der nächsten Spielsaison 1981 Spielberechtigung in der höchsten niederbayerischen Tennisliga, der Bezirksliga I. Der ESV Plattling hatte plötzlich einen Namen in der niederbayerischen Tenniswelt!


Die Nachwuchsarbeit von Sportwart Dieter Kolbe begann Früchte zu tragen. Gerlinde Meier wurde niederbayerische. Meisterin bei den Mädchen.


1981
Gerlinde Meier wiederholte ihren Vorjahreserfolg und wurde wieder niederbayerische Meisterin bei den Juniorinnen. Sie verteidigte ihren Titel noch 1982 und 1983 im Freien und in der Halle.


1982
Der ESV feierte sein 25-jähriges Jubiläum. Der Sportdezernent der DB, Dipl.-Ing. Dieter Pohlmann gratulierte dem Verein anläßlich des Ehrenabends in der Bw-Kantine. Der Verein hatte damals 390 Mitglieder.


1983
Die Tennisanlage wurde um einen weiteren Platz auf 6 Plätze vergrößert. Dem ESV wurde eine große Ehre zuteil. Die Ausrichtung der Deutschen Eisenbahner-Tennismeisterschaften wurde an den Verein vergeben.


Das Großereignis stieg im Mai. 1.Bürgermeister Josef Kiefl empfing die 50 teilnehmenden Tennissportler im Rathaussaal. Unter den Ehrengästen befanden sich u.a. der Präsident der BD Nürnberg, Dipl.-Ing. Horst Weigelt, der Sportdezernent bei der BD Nürnberg, Dipl.-Ing. Dieter Pohlmann, der 2. Vorsitzende des Verbandes Deutscher Eisenbahner-Sportvereine, Josef Dachauer sowie der Bezirkssportleiter des VDES-Bezirks Nürnberg, Alfred Popp.


Sieger des Turniers wurde der Kollege Alznauer aus Essen. Aber auch die Erfolge der Plattlinger Tenniscracks konnten sich sehen lassen. So erreichten Dieter Kolbe bei der "Gruppe Eisenbahner" ebenso das Halbfinale wie Horst Keller und Franz Hofer in der "Gruppe Nichteisenbahner"!


Bei der Siegerehrung würdigten alle Ehrengäste und Teilnehmer die ausgezeichnete Organisation seitens des ESV und bestätigten die Vergabe der Meisterschaften nach Plattling als den einzig richtigen Schritt.


1992
Die Seniorenmannschaft errang den Meistertitel in der Bezirksliga und hätte das Aufstiegsrecht für die überregionale Gruppenliga. Bedauerlicherweise mussten die Damen wegen Aufstellungsschwierigkeiten auf die reizvolle Herausforderung, in dieser hohen Klasse zu spielen, verzichten.


1994
Am 24.10. verstarb nach langer schwerer Krankheit der ehemalige 1. Vorsitzende, Willi Wagner. Er leitete von der Gründung des Vereins bis zum 04.04.64 die Geschicke des EESV. Außerdem stand er als Beisitzer vom 30.07.72 bis zum 23.11.84 dem Verein mit Rat und Tat zur Seite.


1995/96
Die Tennisanlage erhielt einen weiteren Anbau mit neuen Umkleideräumen für Damen und Herren.


1996
Die Senioren 45 stiegen dreimal in Folge auf und spielten ab 1997 in der Bezirksliga, der höchsten niederbayerischen Klasse. Auch nach der verbandsinternen Neueinteilung der Spielklassen in Herren 30, 40, 50, 55, 60 usw. spielten die Herren 50 seit 1997 bis dato ununterbrochen in der Bezirksliga.


Im August ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte der Abteilung. Der Hauptvorstand des Verband Deutscher Eisenbahner-Sportvereine (VDES) hatte die Ausrichtung eines Eisenbahner-Vierländer-Kampfes mit den Nationen Niederlande, Schweiz, Tschechien und Deutschland an den ESV Plattling vergeben. Das Organisationsteam des ESV Plattling wurde dieser ehrenvollen Aufgabe in jeder Weise gerecht und wurde von den Teilnehmern und Offiziellen mit Lob überhäuft.



1997
Vom 18. bis 20. Juli feierte der ESV sein 40-jähriges Jubiläum. Der Reigen der Feierlichkeiten wurde am Freitag, 18.07. mit einem Ehrenabend im Festzelt eröffnet. Sportliche Wettkämpfe der Stockschützen, Kegler und Tennisspieler folgten am Samstag, 19.07. Am Sontag, 20.07. fand um 09.30 Uhr im Festzelt ein feierlicher Gottesdienst, mit Pfarrer Adolf Brandl statt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Bw-Männerchor und der Plattlinger Stubenmusi. Selbstverständlich folgte dem Gottesdienst der obligatorische Frühschoppen.
Nachmittag ab 17.00 Uhr wurden die Sieger der Wettkämpfe geehrt und danach erfolgte der gemütliche Ausklang.


1998
Ein weiteres Glanzlicht des Vereins stieg mit der Durchführung des ersten ESV-Faschingballes am 17.01.1998 in der TSV-Turnhalle. Für tolle Stimmung sorgte die Showband "Gamsīn Edelweißes" unter der Leitung von Peter Mader. Mehrere lustige, späßige und rhytmische Einlagen lösten Beifallsstürme bei den über 350 maskierte Faschingsfreunden aus.
Nach drei Jahren in der Kreisklasse schaffte die 1. Herrenmannschaft, verstärkt durch die Neuzugänge Leeb Hans-Jürgen und Wiendl Armin, endlich den Aufstieg in die Bezirksklasse II. In der Besetzung Saxinger Christian, Leeb Hans-Jürgen, Wiendl Armin, Ehrl Thomas, Strohalm Markus, Purrer Werner, Rothmeier Gerhard und Reichhart Josef errang die Mannschaft ungeschlagen den Meistertitel.


1999
Ein schwarzes Jahr in der Geschichte des ESV. Am 12.05. verstarb nach schwerer Krankheit der langjährige 1. Vorsitzende Manfred Reichenthaler. Sämtliche Baumaßnahmen der Sportanlagen wurden in seiner 25-jährigen Amtszeit unter seiner Regie mustergültig durchgeführt. Seine Handschrift war von der Planung bis zur Vollendung deutlich sichtbar. Er war Architekt und Baumeister der Vereins und hatte sich durch seinen selbstlosen und fachkundigen Einsatz große Verdienste für den Verein erworben. Sein Tod bedeutete den Verlust der dominanten Leitfigur des ESV.
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde am 09.07. Adolf Kieweg zu seinem Nachfolger gewählt.
Am 09.09. verstarb ebenfalls nach langer schwerer Krankheit Adelgunde Kolbe. "Ade" war in den "Gründerjahren" der Tennisabteilung maßgeblich an der Aus- und Fortbildung der Jugendlichen des Vereins beteiligt.


2001
am 13.01. verstarb nach langer schwerer Krankheit Hermann Rappel. Er leitete als 1. Vorsitzender dern Verein vom 08.05.66 bis 25.10.74 und als Abteilungsleiter die Eisschützen vom 25.10.74 bis 03.12.76
Am 08.09. verstarb der langjährige Kassier Karl Schafhauser. In seiner über 22-jährigen Tätigkeit (31.03.68 - 07.12.90) war er hartnäckig und pflichtbewußt bemüht, die Finanzen in Ordnung zu halten. Durch seine unermüdliche Mitgliederwerbung hatte er sich große Vedienste um den Verein erworben.


2003
Aufgrund einer "Jahrhundert-Grundwasserwelle", verursacht durch die starken Regenfälle im Herbst 2002, wurden die Tennisplätze im Frühjahr in eine Seenlandschaft verwandelt. Durch den Anstieg des Grundwasserspiegels lief das Grundwasser ununterbrochen aus südwestlicher Richtung zu und mußte gebremst werden. Dafür wurden Pumpgruben ausgehoben, Betonrohre gesetzt und Wasserpumpen eingesetzt. Die Wasserabläufe mußten ständig überwacht und immer wieder neu bzw. wechselnd hergestellt werden. Es begann ein mehrere Wochen andauernder Wettlauf mit der Zeit. Gerade noch rechtzeitig zu Beginn der Verbandsspielrunde konnten schließlich die Plätze spielbereit instandgesetzt werden. Besonderer Dank gilt hierbei den Sportkameraden Duschl Josef, Hinterberger Hubert, Tschampel Friedrich und nicht zuletzt der Stadt Plattling durch ihre spontane und unbürokratische Hilfe mit der Bereitstellung der entsprechend notwendigen Geräte.


2004
Nach mehreren vergeblichen Versuchen errang die 1. Herrenmannschaft den Meistertitel in der Bezirksklasse II. In der Besetzung Miedl Benjamin, Doberl Michael, Saxinger Christian, Ehrl Thomas, Leeb Hans-Jürgen, Keller Gerhard jun., Rothmeier Gerhard und Wiendl Armin erfüllte die Mannschaft die in sie gesetzten Erwartungen und errang in souveräner Manier den Aufstieg in die Bezirksklasse I.


2005
Am 09.01. verstarb plötzlich und völlig unerwartet der ehemalige 2. Vorsitzende Rolf Sickinger. In den 22 Jahren (03.12.76 - 12.12.98) seiner Funktion als Vertreter des 1. Vorsitzenden war er eine tragende Säule des Vereins. Es wurden wichtige und zukunftsweisende Entscheidungen getroffen, die er alle mitgetragen hatte. Auch nach seinem Ausscheiden als 2. Vorsitzender war sein Rat als Beisitzer vom 12.12.98 bis 05.11.04 stets gefragt.
Bei den alljährlich ausgetragenen Stadtmeisterschaften errangen die Tennis-Aktiven des ESV zahlreiche Meistertitel in den verschiedenen Disziplinen. Erwähnenswert sind noch die zahlreichen ehrenvollen Berufungen von Dieter Kolbe und Christian Saxinger zu Länderkämpfen der Eisenbahner-Nationalmannschaft im In- und Ausland. Nicht unerwähnt soll die "Beförderung" des Sportkameraden Alois Fuchsgruber zum Fachwart Tennis im Hauptvorstand des VDES bleiben.
Leider mußte bei den Mitgliederzahlen in den letzten Jahren ein starkter Rückgang festgestellt werden. Trotz jährlicher Neuaufnahmen in den letzten 6 Jahren von durchschnittlich 10 Aktiven konnte der dramatische Abwärtstrend nicht gestoppt werden. Von einsmals mehr als 260 Tennisspielern in den achtziger Jahren und um 220 Aktiven in den neunziger Jahren kann man heute nur noch träumen. Inzwischen ist die Mitgliederzahl bis auf 160 Tennisaktive gesunken.
Fazit: Die großen Tennis-Idole wie Boris und Steffi gibt es nicht mehr, Nachfolger sind nicht in Sicht und demzufolge sind die Vereine die Leidtragenden dieser Mitgliederflaute. Es bleibt die Hoffnung auf baldige Idole und damit verbunden, auf einen Aufwärtstrend im Tennissport.


(Stand zum 50-jährigen Jubiläum im Juni 2007)

 
 
Besucher